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Im Jahr 2009 wurde in Hamburg an vielen Stellen eine gute Luftqualität
festgestellt, die jedoch durch hohe NO2-Konzentrationen
an vielbefahrenen Straßen und in der Nähe von größeren Quellen
beeinträchtigt wird. Mit den milden Wintermonaten Januar bis März und dem durchwachsenen Sommerwetter zeigte das Jahr 2009 keine Besonderheiten bei der PM10- oder der Ozon Belastung. Die geltenden Grenzwerte der EU-Richtlinien und der 22. BImschV (Bundes-immissionsschutzverordnung) dieser beiden Komponenten wurden eingehalten. Im Sommerhalbjahr wurden an mehreren Tagen erhöhte Ozonkonzentrationen festgestellt, wobei der Ozon-Informationswert von 180 μg/m³ als Einstundenwert nicht überschritten wurde. Beim Überschreiten dieses Wertes muss die Bevölkerung informiert werden. Die Ozonbildung hängt von der Stärke der Sonneneinstrahlung, der Höhe der Lufttemperaturen und der Schadstoffvorbelastung (z. B. NO, NO2 und Kohlenwasserstoffe) der Luft durch Anreicherung oder Transportprozesse ab. Ein weiteres Maß für die Ozonbelastung sind die Acht-Stundenmittelwerte. Hier liegt der Grenzwert bei 120 μg/m³; er darf jedoch 25 mal im Jahr übertreten werden. Die Schadstoffkomponente mit der gravierendsten Belastung ist Stickstoffdioxid (NO2). Der verbindliche Jahres-grenzwert von 40 μg/m³ trat am 1. Januar 2010 in Kraft, bis dahin sollte der Grenzwert zuzüglich einer Toleranzmarge (TM), die sich von Jahr zu Jahr verringert hat, eingehalten werden. Dieser Wert, der in 2009 für Stickstoffdioxid 42 μg/m³ betrug, wurde an den vier Verkehrsmessstationen wie in den Vorjahren deutlich überschritten, die höchste Belastung trat an der Max-Brauer-Allee mit 71 μg/m³ auf. An der Habichtstraße und Stresemannstraße wurde sogar der Kurzzeitgrenzwert von 200 + Toleranzmarge 10 μg/m³ (in 2009) vierzehn- bzw. sechsmal überschritten. Erlaubt sind 18 Überschreitungen im Kalenderjahr. Daher werden weitere Anstrengungen in der Luftreinhalteplanung nötig sein, um die verbindlichen Grenzwerte in absehbarer Zeit einhalten zu können. Aus diesem Grund wird seitens der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt zur Zeit ein neuer Luftreinhalteplan aufgestellt. Der ab 2010 geltende Grenzwert für Benzol von 5 μg/m³ wird heute schon überall, auch an den Verkehrsmessstellen, eingehalten.
Das Hamburger Luftmessnetz (HaLm)
Die Ozon-Messstationen ermitteln neben Ozon (O3) auch die NO2- und NO-Belastungen. An den Verkehrs-Messstationen werden die für den Autoverkehr typischen Schadstoffe Benzol, NO, NO2, CO und teilweise PM10, PM2,5 und Dieselruß gemessen. Die Sonder-Messstationen wurden in Zusammenhang mit Planfeststellungsverfahren, Bauvorhaben oder auf Grund von spezifischen Aufträgen eingerichtet. Schließlich erfasste ein Messwagen die flächenmäßige, kleinräumige Luftbelastung von Gebieten im 500 mal 500 m Raster, bzw. führte standortbezogene orientierende Messungen durch.
Messergebnisse des Jahres 2009 (in µg/m³) Jahresmittelwerte : JM
*) =
Grenzwert der TA-Luft
**) = Datenverfügbarkeit zwischen 50% und 85%
Informationen über die Schadstoff-Konzentrationen werden veröffentlicht im
* Videotext N3
Tafeln 678 Das Institut für Hygiene und Umwelt ist eine Einrichtung der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg. In den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Zoonosen, Hygiene- und Infektionsmedizin sowie Umweltuntersuchungen setzen sich rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - Naturwissenschaftler, Mediziner, Veterinäre, Ingenieure, technische Mitarbeiter und Verwaltungsfachleute - täglich dafür ein, den Zustand der Umwelt zu beobachten, um Gefahren für Mensch, Tier und Natur abzuwehren, die Verbraucher vor mangelhaften Produkten zu schützen und die Gesundheit der Bevölkerung zu bewahren.
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