Hamburger Luftmeßnetz HaLm

Kurzdarstellung der Belastungssituation in den Jahren 1996 und 1997

 

 

1   Allgemeine Beschreibung

Das Hamburger Luftmeßnetz besteht seit 1985. Es umfaßt zur Zeit 18 Meßstationen, die die Luftqualität in Hamburg überwachen. In den 7 gebietsbezogenen Meßstationen werden die Schadstoffkomponenten SO2, Schwebstaub, NO und NO2 gemessen. An einigen Stationen werden außerdem noch CO und die meteorologischen Komponenten Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Relative Feuchte, Temperatur, Globalstrahlung und Niederschlag erfaßt. Die 5 Ozonmeßstationen ermitteln neben den vier Standardkomponenten noch die Ozonbelastung. Die 6 Straßenmeßstationen erfassen die verkehrsrelevanten Schadstoffe Benzol, Dieselruß (ursprünglich an einer Station, ab Oktober 1997 an 6 Stationen), NO, NO2 und CO.

Während die gebietsbezogenen und Ozonmeßstationen eine längere Zeit an ihrem Standort verbleiben - nach dem Konzept von 1992 mindestens 4-5 Jahre - um die Langzeitbelastung zu dokumentieren, werden die Straßenmeßstationen im ein- bis zweijährigen Rhythmus umgestellt, um möglichst viele Straßenabschnitte erfassen zu können. Allerdings gibt es sowohl unter den gebietsbezogenen als auch bei den Ozon- und Straßenmeßstationen jeweils mindestens eine, die über einen längeren Meßzeitraum an einem Standort verbleibt, um längerfristige Trendaussagen treffen zu können. Das Bild unten zeigt einen Straßenmeßcontainer (Winsener Straße)

Meßcontainer Winsener Straße Zusätzlich zu den ortsfesten, kontinuierlichen Messungen werden mit dem Meßwagen diskontinuierliche Messungen im Meßstellenraster durchgeführt, die der flächenmäßigen Erfassung der Luftbelastung in einem Meßgebiet (Abstand der Meßpunkte voneinander 500 oder 1000 m) dienen. Außerdem führt der Meßwagen orientierende Messungen an Straßen durch, die u.U. dazu führen, daß an den betreffenden Straßen kontinuierliche Meßstationen eingerichtet werden.

2   Grenzwerte

Zur Bewertung der nachfolgenden Meßergebnisse werden die Grenzwerte der TALuft angegeben:

Für NO gibt es keine Grenzwerte. Für Ozon (O3) beziehen sich die Bewertungskriterien auf kurze Zeiträume: z.B. 180 µg/m³ (Einstunden-Mittelwert) zur gesonderten Information der Bevölkerung und 240 µg/m³ (Einstunden-Mittelwerte an drei Stationen) als Auslösewert für Fahrverbote nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz in Verbindung mit der Wettervorhersage.  

 
Komponente Jahresmittel 98% - Wert
 
SO2 140 µg/m³ 400 µg/m³
NO2 80 µg/m³ 200 µg/m³
CO 10000 µg/m³ 30000 µg/m³
Staub 150 µg/m³ 300 µg/m³

 

3   Kontinuierliche Messungen

 

4   Diskontinuierliche Messungen