Ergebnisse des Stichproben-Messprogramms Eimsbüttel

In der Zeit vom 1.2.1996 bis zum 18.4.1997 wurde an 9 Messpunkten im Abstand von ca. 500 * 500 m im Wohngebiet von Eimsbüttel mit dem mobilen Messfahrzeug der Umweltbehörde ein Stichproben - Messprogramm durchgeführt. In dem genannten Zeitraum wurden für die Schadstoffe CO, SO2, NO2 und NO im Durchschnitt 52 Messungen pro Messpunkt durchgeführt, um eine möglichst gut gesicherte Aussage über die Belastung des Gebietes treffen zu können. Für die aufwendiger zu analysierenden, organischen Komponenten Benzol, Toluol, Ethylbenzol sowie m/p- und o - Xylol wurden in dem gleichen Zeitraum pro Messpunkt durchschnittlich 13 Halbstundenwerte ermittelt.

Die von dem Messwagen angefahrenen Standorte gehen aus der folgenden Tabelle hervor, eine kartografische Darstellung der Messpunkte ist auch erhältlich. Zudem ist noch eine Tabelle mit detaillierteren Messpunktbeschreibungen zu finden.

Messpunkt

Standort Stadtteil

1

Emmastraße / Steenwisch Stellingen

2

Bötelkamp (Kehre) Lokstedt

3

Troplowitzstraße 17 Lokstedt

4

Methfesselstraße 31-35 Eimsbüttel

5

Telemannstraße 3-11 Eimsbüttel

6

Am Weiher Eimsbüttel

7

Spengelweg 31/33 Eimsbüttel

8

Sillemstraße (Kehre) Eimsbüttel

9

Henriettenstraße Eimsbüttel

Tabelle: Standorte des Messwagens beim Messprogramm Eimsbüttel

Die in der Ergebnistabellen (SO2, NO2, NO, CO sowie Benzol, Toluol, Xylole, Ethylbenzol) aufgeführten Daten weisen die für Hamburg typischen Belastungsmerkmale auf. Für eine Abschätzung der Belastungssituation in dem Gebiet Eimsbüttel werden die Grenzwerte der TA-Luft herangezogen, die in keinem Fall erreicht werden. Am nächsten kommt diesen Werten noch die aus den Messpunkten 5,6,8,9 beschriebene Fläche 4, wo der Grenzwert für NO2 zu 53 % erreicht wurde. Für die Flächen zeigt sich insgesamt eine recht homogene Verteilung der Schadstoffbelastung in Eimsbüttel.

Die Prüfwerte der 23. Verordnung zum BundesImmissionsSchutzGesetz (NO2 als 98 %-Wert 160 µg/m³ sowie Benzol als Jahresmittelwert 15 µg/m³ - ab 1.7.1998 10 µg/m³, gültig jeweils für punktbezogene Messungen) bleiben ebenfalls deutlich unterschritten.

Bei Betrachtung der einzelnen Messpunkte zeigt sich naturgemäß eine etwas größere Streuung der Werte, vor allen Dingen beim NO sowie insgesamt bei den Maximalwerten. Auffallend ist jedoch, dass die südlicher gelegenen Messpunkte und -flächen im allgemeinen höher belastet sind, als die nördlicher gelegenen.

Im Vergleich zu den Ergebnissen für die gleiche Zeitspanne an den beiden in der Tabelle aufgeführten, nächstgelegenen Messnetzstationen in Lokstedt und in der Sternschanze fällt auf, dass die Messergebnisse des Stichprobenprogramms durchgehend ein wenig höher liegen. Die Ursache mag darin begründet liegen, dass die Messungen mit dem Messfahrzeug tagsüber zwischen ca. 8:00 Uhr und 17:00 Uhr durchgeführt werden und somit die niedrigere Belastung während der Nacht - insbesondere bei den durch den Straßenverkehr verursachten Schadstoffen - nicht mit in die Ergebnisse einfließt. Auf der anderen Seite wird das verkehrsbedingte frühmorgendliche und oft auch abendliche, starke Ansteigen eben dieser Komponenten bei den Stichprobenmessungen auch nicht mit erfasst.

Bei den Ergebnissen für Benzol ist anzumerken, dass die angewendete Methode (Tenax, Thermodesorption, GC/FID) im Labor an Prüfgas im Vergleich zu automatischen BTX - Geräten vergleichbare Werte erbracht hat. Vergleichsmessungen in der Außenluft nach Abschluss des Messprogramms ergaben für diese Methode allerdings um 30 % höhere Ergebnisse. Mögliche Ursachen für diese Abweichungen konnten auch durch weitere Untersuchungen nicht geklärt werden. Die Labormethode ist inzwischen durch eine Methode mit massenselektiver Detektion ersetzt worden.