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Ergebnisse des Stichproben-Messprogramms nördliches Elbtunnelportal
In dem genannten Zeitraum wurden für die Schadstoffe CO, SO2, NO2 und NO im Durchschnitt 52 Messungen pro Messpunkt durchgeführt, um eine möglichst gut gesicherte Aussage über die Belastung des Gebietes treffen zu können. Für die aufwendiger zu analysierenden, organischen Komponenten Benzol, Toluol, Ethylbenzol sowie m/p- und o - Xylol wurden in dem Zeitraum pro Messpunkt durchschnittlich 13 Halbstunden-Luftproben genommen. Die von dem Messwagen
angefahrenen Standorte gehen aus der folgenden
Tabelle hervor, eine kartografische
Darstellung der Messpunkte folgt in Kürze. Zudem ist noch eine Tabelle mit
detaillierteren Messpunktbeschreibungen
zu finden
Tabelle: Standorte des Messwagens beim Messprogramm nördliches Elbtunnelportal Es stehen die folgenden Ergebnistabellen zur Verfügung: zentraler Messpunkt 5 östlich der A7: zentraler Messpunkt 5a westlich der A7: Die aus den Tabellen hervorgehenden Ergebnisse weisen größtenteils die für Hamburg typischen Belastungsmerkmale auf, wobei bedingt durch die Nähe zur Autobahn die verkehrsbedingten Luftschadstoffe höher liegen, als ansonsten für großräumige Messungen üblich. Die Grenzwerte der TA-Luft werden in keinem Fall erreicht. Am nächsten kommt diesen Werten noch die aus den Messpunkten 1,2,4,5a beschriebene Fläche 1a sowie die aus den Punkten 2,3,5a,6 beschriebene Fläche 2a, wo der Grenzwert für NO2 jeweils zu immerhin 62,5 % erreicht wurde. Für die Flächen zeigt sich insgesamt eine recht homogene Verteilung der Schadstoffbelastung am nördlichen Elbtunnelportal in Altona. Die Prüfwerte der 23. Verordnung zum BundesImmissionsSchutzGesetz (NO2 als 98 %-Wert 160 µg/m³ sowie Benzol als Jahresmittelwert 15 µg/m³ - ab 1.7.1998 10 µg/m³, gültig jeweils für punktbezogene Messungen) bleiben ebenfalls unterschritten, wobei der NO2-98 %-Wert an der Fläche 3a (Messpunkte 4,5a,7,8) zu 79 % erreicht wird. Bei Betrachtung der einzelnen Messpunkte zeigt sich naturgemäß eine größere Streuung der Messwerte, vor allen Dingen beim NO sowie allgemein bei den Maximalwerten. Selbstverständlich weisen die Messpunkte in unmittelbarer Nähe der Autobahn (vor allen Dingen die Messpunkte 5 bzw. 5a, aber auch der Messpunkt 2) höhere Belastungen auf, als die entfernteren Messpunkte. Eine Ausnahme ist CO, wo am Messpunkt 8 der höchste Mittelwert festgestellt wurde, geringfügig höher als am Messpunkt 5a. Für SO2 gab es die höchsten Belastungen in den Mittelwerten am Messpunkt 5a, darauf folgend die Messpunkte 4 und 6. Für NO2 und NO gab es mit großem Abstand die höchsten Belastungen am Messpunkt 5a, darauf folgend Messpunkt 5 und Messpunkt 2. Sehr auffallend bei der Betrachtung der Messflächen ist zudem der große Einfluss des jeweiligen zentralen und deutlich höherbelasteten Messpunktes 5 bzw. 5a, der jeweils in die Berechnungen aller vier gemessenen Flächen einfließt und daher überproportional in die Ergebnisse eingeht. Dies hat zur Folge, dass bei einzelnen Komponenten alle Einzelflächen eine höhere Belastung aufweisen, als das Mittel für das ganze Gebiet, berechnet als Mittelwert aus 9 messortbezogenen Belastungen. Beim Vergleich mit den Ergebnissen der in der Tabelle aufgeführten, nächstgelegenen Messnetzstation in Bahrenfeld (12BA) fällt auf, dass die Mittelwerte des Stichprobenprogramms durchgehend ein wenig höher liegen. Die Ursache mag darin begründet liegen, dass die Messungen mit dem Messfahrzeug tagsüber zwischen ca. 8:00 Uhr und 17:00 Uhr durchgeführt werden und somit die niedrigere Belastung während der Nacht - insbesondere bei den durch den Straßenverkehr verursachten Schadstoffen - nicht mit in die Ergebnisse einfließt. Auf der anderen Seite wird das verkehrsbedingte, frühmorgendliche (und oft auch abendliche) starke Ansteigen eben dieser Komponenten bei den Stichprobenmessungen auch nicht mit erfasst. Das mag der Grund dafür sein, dass die Maximalwerte und z.T. auch die 98 %-Werte an der Messstation 12BA höher liegen als diejenigen der Messwagen-Messungen. Zusätzlich zum Messprogramm wurden auch noch Vergleichsmessungen in direkter Nachbarschaft der Messnetzstation Bahrenfeld durchgeführt. Zweck dieser Messungen war es, die mit dem Messwagen (die Messgeräte unterliegen dort deutlich höheren Belastungen als in einer stationären Messstation; bedingt durch Erschütterungen und Temperaturwechsel) erzielten Ergebnisse am stationären Messcontainer zu verifizieren. Hierbei zeigte sich beim Vergleich der zeitgleichen Ergebnisse aus dem Messwagen und der Station, dass bei den Messungen mit dem Messwagen ca. 10 % Prozent höhere Messwerte erzielt wurden (SO2: +9 %, NO2: +11 %, NO: +11 %, CO: +6 %), was in Anbetracht der Gerätebelastungen im Messwagen als gut zu bewerten ist. Im Vergleich mit dem zeitgleich durch den Messwagen erhobenen Raum "Wohngebiet Eimsbüttel" fällt auf, dass im Gesamtmittel die Belastungen für SO2 und NO2 nahezu gleich sind, für CO in Eimsbüttel höher liegen sowie für NO am Elbtunnelportal höhere Werte feststellbar sind. Bei den Ergebnissen für Benzol ist anzumerken, dass die angewendete Methode (Tenax, Thermodesorption, GC/FID) im Labor an Prüfgas im Vergleich zu automatischen BTX-Geräten vergleichbare Werte erbracht hat. Vergleichsmessungen in der Außenluft nach Abschluss des Messprogramms ergaben für diese Methode allerdings um 30 % höhere Ergebnisse. Mögliche Ursachen für diese Abweichungen konnten auch durch weitere Untersuchungen nicht geklärt werden. Die Labormethode ist inzwischen durch eine Methode mit massenselektiver Detektion ersetzt worden.
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