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Erhöhte Luftbelastung durch das Osterfeuer 2002 Am Samstag Abend vor Ostern werden in Hamburg traditionell Osterfeuer veranstaltet. Der durch die vielen Feuer entstehende Rauch enthält erheblich Anteile von feinen Staubteilchen, die zur Luftbelastung beitragen. Die Konzentration von Schwebstaub in der Luft wird an mehreren Messstellen des Hamburger Luftmessnetzes automatisch gemessen, seit dem Herbst 2000 zusätzlich die Konzentration von PM 10, das sind die Staubteilchen, die kleiner als 10 µm im Durchmesser sind. Der PM 10 Staub macht üblicherweise ungefähr 80 % der Schwebstaubmasse aus. Während der Ostertage dieses Jahres herrschte ruhiges Hochdruckwetter. Durch die bodennahe Abkühlung der Luft am Abend und ein Abflauen des Windes bis quasi zur Windstille hatten sich die Bedingungen für eine gute Durchmischung der Luft sehr verschlechtert. Dadurch reicherten sich die Abgase und der Rauch der Feuer in den unteren Luftschichten an und führten zur deutlich wahrnehmbaren Eintrübung und zu Brandgerüchen. Die Messwerte aus dem Luftmessnetz spiegeln die Situation deutlich wieder (Diagramm bitte hier klicken). Die einstündigen Messwerte stiegen am Abend und während der Nacht an und erreichten am Morgen des Ostersonntages die höchsten Werte von mehr als 300 µg/m³ für PM 10 und über 400 µg/m³ für den Schwebstaub an der Station Sternschanze. Erst am Mittag des Ostersonntages wurde offenbar die Inversion wirksam aufgelöst und die Messwerte gingen auf ein "normales" Ausmaß zurück. Sowohl am Samstag wie auch Ostersonntag wurde der EU-Grenzwert für den Tagesmittelwert von PM 10 (50 µg/m³ , bei 35 erlaubten Überschreitungen pro Jahr) deutlich überschritten. Dass die Situation dieses Osterwochenendes aber aus Sicht der Schwebstaubbelastung kein einmaliges Ereignis war zeigt der Rückblick auf die zurück liegenden Jahre (Diagramm bitte hier klicken). Auch an den Osterwochenenden 1996 und 1999 kam es bei ebenfalls ruhigem Osterwetter zu vergleichbaren Belastungswerten. Demgegenüber war die Belastung 1997 bei wechselhaftem Osterwetter mit kräftigem Wind nur wenig erhöht.
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