| Projekt Wattozon II |
| Erste Auswertungen von Messergebnissen an den Hamburger Messstationen im Rahmen des Projektes Wattozon II |
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Das Projekt Wattozon II stellte eine Zusammenarbeit der Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg dar. Ein ausführlicher Bericht mit Auswertungen sämtlicher am Projekt beteiligter Stationen der drei Bundesländer wird z. Z. von der Fachhochschule Emden erstellt.
1) Die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg haben folgende Schadstoffe gemessen, nicht nur im Wattenmeer, sondern auch entlang der Elbe: 2) Zu diesem Zweck wurden von den Bundesländern zusätzlich zu den normalen Messstationen zeitweise Sondermessstationen eingerichtet.
Im Fall von Hamburg wurde eine Messstation für die Zeit von Anfang Mai bis
Ende August 2001 auf der Insel Neuwerk errichtet (die aktuellen Werte dieser Station wurden im Intranet aktuell
veröffentlicht). Auf der Insel wurden Ozon, Ruß und NO/NO2 gemessen. Da nur ein kleiner Messcontainer
dort eingesetzt werden konnte, war die Messung von mehr Schadstoffkomponenten nicht möglich.
Außerdem wurden in der Station des Gewässergütemessnetzes (WGMN) auf dem Anleger in Blankenese Geräte zur Messung von SO2, Ruß, NO/NO2 und Ozon aufgestellt. Auch diese Messungen wurden aktuell im Intranet veröffentlicht.
Schleswig-Holstein hat zusätzlich zu den existierenden Stationen den Messwagen in Wedel im Tonnen -Hafen messen lassen und für zwei Wochen ein Schiff zur Messung eingesetzt. Niedersachsen richtete eine zusätzliche Station in Bützfleth/Grauerort ein. Die Fachhochschule Emden hat Messungen direkt im Wattenmeer vorgenommen. Hierbei wurden auch Luftproben genommen, die auf organische Substanzen im Labor analysiert wurden. Es wurden die Filter der PM10-Staub-Sammler für den Zeitraum der "heißen" Phase (zwei Wochen Anfang Juli) auf Schwermetalle und Ruß analysiert.
Die Kurzzusammenstellung der Ergebnisse zeigt für den Messzeitraum Mai bis August 2001 niedrigere Belastungen an der Station auf Neuwerk für Ruß und die beiden Stickstoffoxide im Vergleich zu den anderen Messstationen Für Ozon ist die Belastung ähnlich hoch wie an anderen Messstationen des Hamburger Luftmessnetzes. Beim 4-Monatsmittelwert für Ozon liegt die Station Neuwerk sogar über den Mittelwerten der anderen Messstationen. Das liegt daran, dass im städtischen Bereich in der Nacht stärkere Abbaumechanismen tätig werden (z. B. durch die Abgase im Straßenverkehr) als auf der Insel. Hier nimmt die Konzentration des Ozons in der Nacht nur leicht ab. Das heißt, dass der Tagesverlauf auf der Insel Neuwerk für Ozon wesentlich gleichförmiger verläuft als in den Stationen im Hamburger Stadtgebiet. Insgesamt entsprach die Ozonbelastung auf Neuwerk und im Hamburger Stadtgebiet der Großwetterlage und der großräumigen Ozonbelastung, die im Norden Deutschlands in diesem Sommer relativ gering war. So wurde z. B. der Ozon-Informationswert von 180 µg/m³ in Hamburg nicht erreicht und auch nicht überschritten. Für die zweite Sondermessstation im Rahmen des Sondermessprogramms
Wattozon II - Blankenese-Anleger sieht die Auswertung deutlich anders aus. Hier gibt es relativ hohe Insgesamt kann man feststellen, dass die Sondermessungen kaum einen Einfluss des fahrenden Schiffsverkehrs aufweisen. Eine tiefergehende Analyse wird noch von der Auswertung der Fachhochschule Emden erwartet. Hier wird für die beiden ersten Juli-Wochen eine Auswertung auf der Basis der 3-Minuten bzw. 1-Minuten-Daten durchgeführt, die die Chance bietet durch den Schiffsverkehr verursachte kurzzeitige Spitzenbelastungen nachweisen zu können. Eine erste Sichtung des Datenmaterials auch der anderen beteiligten Länder lässt allerdings nicht erwarten, dass signifikante Einflüsse des Schiffsverkehrs auf die Stationen beidseitig der Elbe und in der Elbmündung nachzuweisen sind. Geltende Grenzwerte sind an den Hamburger Sondermessstationen unterschritten worden. Grafische Darstellungen mit Tagesmittelwerten und maximalen Stundenwerte pro Tag: Blankenese: Ozon, Schwefeldioxid, Stickstoffoxide, Ruß Neuwerk: Ozon, Stickstoffoxide, Ruß |